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Rocketman (2019)

Quelle: imdb.com
Quelle: imdb.com
Rocketman (2019) on IMDb

Na gut, man muss kurz im Vorfeld erwähnen, dass ich Eltons Song "Tiny Dancer" höre, während ich diesen Text schreibe... ich bin also nicht ganz unvoreingenommen was den Film angeht.

Inhalt

Der Film beginnt mit einem Elton John, der in einem, für ihn völlig typischen, Paradiesvogel-Kostüm in eine Selbsthilfegruppe stürmt. Von dort an wird Rückblickend sein Leben und Wirken erzählt, um dies als Grundlage und Ursache für seine Drogen-, Alkohol- und Sexsucht zu nutzen.

Da der Film biografisch ist, muss man den Inhalt eigentlich gar nicht mehr explizit aufzählen. Man muss aber erwähnen, dass die Firma "Rocket Pictures", deren Besitzer Elton John ist, an der Produktion beteiligt ist und man daher davon ausgehen kann, dass die Lebensgeschichte nicht zwangläufig zu Eltons Nachteil erzählt wird.


Kritik

Dass Regisseur Dexter Fletcher ein Händchen für britische Rockstars hat, konnte er bereits mit Bohemian Rhapsody zeigen. Nach dessen riesigem Erfolg, stellte man sich allerdings die Frage, ob das Niveau gehalten werden kann. Darauf gibt es nur eine Antwort: Auf jeden Fall!

Dass es sich um britische Ausnahmekünstler handelt ist dabei allerdings die einzige Gemeinsamkeit. Rocketman schlägt in eine völlig andere Kerbe und macht direkt zu Beginn klar, dass man keinerlei Verbindung zu Bohemian Rhapsody aufkommen lassen will. Die Jugend von Reginald Dwight, so Eltons bürgerlicher Name, wird mit vielen bildhaften Darstellungen und großen, pompösen Musical-Einlagen kurz abgehandelt, ohne das wichtige Dinge vorenthalten werden. So wird bereits angedeutet, dass das Verhältnis zu seinem Elternhaus zu späteren Problemen führen kann.

Der Übergang zu seiner Schaffensphase erfolgt dann fließend und ab diesem Zeitpunkt wird sich auch mehr Zeit für alle Inhalte genommen. Leider gibt es immer wieder kurze Phasen, die zu hektisch und schnell erzählt werden, sodass man teilweise den Überblick verliert.

Die Einbindung der großen Songs aus Eltons Diskographie sind aber immer wieder sehenswert und stellen klar die Highlights des Films dar! Spätere Songs wie z.B. Candle in the Wind werden ebenfalls kurz angespielt.

Man muss aber, wie bereits erwähnt, stets im Hinterkopf behalten, dass Eltons Firma an der Produktion des Filmes beteiligt war und man deshalb davon ausgehen muss, dass alle Geschehnisse von seiner Seite aus erzählt wurden. Er stellt sich selbst in die Opferrolle und gibt indirekt seinem Elternhaus und dem Verhältnis zu seinem Manager die Schuld an seine Problemen. Da der Film allerdings als Unterhaltungselement gesehen werden soll und nicht, als von allen Seiten korrekt erzählte Dokumentation, kann man diesen Punkt auf jeden Fall so hinnehmen, muss ihn aber auf jeden Fall berücksichtigen! Man erhält auf jeden Fall eine Erzählung, die mit musikalischen und visuellen Highlights gespickt ist und sehr viel Spaß macht! (Nicht nur) für Musical-Fans eine absolute Empfehlung.


Wertung

4 von 5 möglichen Papageikostümen

Tino

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