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Long Shot (2019)

Nach "Mädelstrip" und "Mike and Dave Need Wedding Dates" nun der neue Film von Jonathan Levine. Nach seinem Durchbruch "50/50 - Freunde fürs Überleben", arbeitet er erneut mit Seth Rogen zusammen.

"Long Shot" feierte seine Premiere beim South-by-Southwest-Festival und konnte direkt einige Kritiker von sich überzeugen.

 

Ob man eine ähnlich seichte Komödie erwarten kann, wie bei den Vorgängerfilmen, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

 

Bildquelle: http://www.filmstarts.de

Long Shot - Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich (2019) on IMDb

Inhalt

 

Journalist Fred Flarsky (Seth Rogen) verliert seinen Job, nachdem sein Arbeitgeber vom Medien-Mogul Wembley (Andy Serkis, WTF?!) übernommen wurde. Auf einer Party trifft er seine ehemalige Babysitterin Charlotte Field (Charlize Theron) wieder, die es mittlerweile bis zur Außenministerin geschafft hat.

Da diese für ihre anstehende Präsidentschaftskandidatur einen Texteschreiber benötigt, engagiert sie Flarsky.


Kritik

 

Dass Jonathan Levine Erfolg mit mittelmäßigen Komödien hat, konnte er bereits in den vergangenen Jahren beweisen. Demzufolge waren die Erwartungen beim Kinobesuch für "Long Shot" nicht sonderlich hoch.

Hinzu kommt, dass RomComs in den meisten Fällen dafür bekannt sind, meist nur belanglose Storys, oberflächlichen Humor und stereotypische Charaktere zu bieten. Das trifft auf diesen Film allerdings nur teilweise zu.

Was macht ihn aber besonders bzw. wieso ist "Long Shot" besser als die meisten RomComs?

 

Ich denke, dass der Tausch der klassischen Geschlechterrollen hierbei eine wichtige Rolle spielt. Charlotte ist die karrierefixierte Powerfrau, die zunächst unnahbar scheint. Flarsky der tolpatschige Journalist, der außer seiner ideologischen Einstellung nichts zu bieten hat. Er schafft es aber, sie zu lockern und ihr Herz zu erobern.

Ein weiterer Punkt dürfte der Humor sein. Auf der einen Seite nimmt sich der Film zu keiner Zeit ernst, was am deutlichsten bei den Charakteren, die von Bob Odenkirk und Andy Serkis (nochmals WTF?!) verkörpert werden, zu erkennen ist. Auf der anderen Seite sitzen die Witze und Gags von Seth Rogen (meist).

 

Zusammen mit den typischen Feel-Good-Momenten, dem Happy End und den romantischen Parts (ohne dabei zu kitschig zu sein), ergeben die Faktoren ein rundum gelungenes Kino-Erlebnis, das zu jeder Zeit zu unterhalten weiß und ohne Probleme über die hanebüchene Storys hinwegsehen lässt. Positiv hervorheben kann man außerdem den gelungenen Soundtrack, der durch musikalische Rückblicke immer wieder die Jugendzeit der Protagonisten hervorruft und den aktuellen Retro-Zeitgeist trifft.


Wertung

3,5 von 5 Webcam-Aufklebern

Tino

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