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Bad Times at the El Royale (2018)

© 20th Century Fox
© 20th Century Fox

Ein Pfarrer, eine Sängerin und ein Polizist kommen in ein Hotel...

Was nach einem schlechten Witz klingt, ist der Beginn des Filmes "Bad Time at the El Royale" von Andrew Goddard.

Nach "Cabin in the Woods" ist dieser erst seine zweite Regiearbeit.

 

Um es vorweg zu nehmen:

Jede tiefere Erläuterung der Handlung würde zu sehr spoilern und wird daher vermieden. Es werden lediglich Eindrücke und simple Handlungsstränge wiedergegeben.

 

Bad Times at the El Royale (2018) on IMDb

Inhalt

Wie bereits erwähnt, beginnt der Film (abgesehen vom Prolog) damit, dass eine Sängerin (Cynthia Erivo, erster Filmauftritt) , ein Polizist (John Ham, der Typ von Mad Men) und ein Pfarrer (Jeff Bridges, der Dude) das Hotel "El Royale" betreten. Ergänzt wird diese Gruppe zeitnah noch von Emily (Dakota Johnson, Fifty Shades of Grey).

Das Hotel erscheint unbelegt und ehrlich gesagt auch nicht auf rege Kundschaft vorbereitet zu sein. Der einzige Mitarbeiter (Bill Pullmans Sohn) erscheint schüchtern und überfordert..

Nun nimmt sich der Film Zeit, die Charaktere in einzelnen Kapiteln vorzustellen und damit das Geschehen aus den verschiedenen Blickpunkten zu zeigen. Es gelingt ihm dabei jedoch stets neue Aspekte darzustellen und so die Geschichte voranzutreiben. Leider kommen die einzelnen Figuren dabei etwas zu kurz und die Tiefe, die eigentlicht benötigt wird, um eine engere Bindung zu den Personen aufbauen zu können, fehlt.

Den genauen Verlauf der Story möchte ich nicht erzählen, aber es sei gesagt, dass der Auftritt von Chris Hemsworth [Thor] noch einmal einen gewissen Twist in die Geschichte bringt und das Finale einläutet.


Fazit

Es wird ziemlich schnell deutlich, dass Goddard verursacht, einen Tarantino-typischen Film zu inszenieren. Hier wird viel mehr auf den Schein, als auf das Sein geachtet. Natürlich kann der Cast absolut überzeugen und die Schauspieler wissen ihre Rollen sehr gut zu interpretieren, aber die Tiefe der Personen fehlt merklich. Oberflächliche Vorgeschichten und coole Dialoge sind nicht vollständig ausreichend.

Nun stellt sich der Regisseur die Frage, wofür Tarantino denn noch bekannt ist... Na klar, die Musik! "Bad Times at the El Royal" ist gespickt mit B-Seiten, aber auch bekannten Klassikern und wirkt wie eine Playlist direkt aus der Jukebox. Der Film ist gespickt mit Kameraeinstellungen, die dem Zuschauer durch ihre Farbgewalt und die beschriebene Musik, wie ein Musikvideo vorkommen.

Der Film muss (und möchte scheinbar auch) mit Klassikern (besonders dem aktuellen "Once upon a Time in Hollywood) von Quentin Tarantino verglichen werden.

Das soll/kann/darf aber absolut kein Kritikpunkt sein! Fans der Filme kommen hier (fast) voll auf ihre Kosten. Super Bilder (absolute HDR-Referenz), perfekte Musikauswahl, coole Sprüche, starke Schauspieler und rohe Gewalt sprechen hier für sich.

 

4 von 5 "No Vacancy"-Schildern

 

Tino


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